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Lebkuchen

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Die Geschichte der Lebkuchen beginnt eigentlich schon in den alten Hochkulturen der Menschheit. Grabbeigaben im alten Ägypten belegen, dass man bereits zu dieser Zeit honiggesüßte Kuchen kannte. Die Römer bestrichen kuchenartige Gebäcke vor dem Backen mit Honig. (panus mellitus- süßes Brot)

Lebkuchen in der heute bekannten Art, entstanden erst im frühen Mittelalter. In Klöstern, aber auch in Städten, die an den großen Handelsstrassen lagen, hatte man Zugang zu feinen, orientalischen Gewürzen. Nürnberg, bis heute eine Lebkuchenmetropole, war nicht nur ein wichtiger Schnittpunkt der Handelswege, sondern verfügte klimabedingt über eine umfangreiche Bienenzucht. Honig und Gewürze zwei der wichtigsten Zutaten waren den Menschen zugänglich. Gemischt mit Nüssen, Mandeln, Kräutern, entstand an verschiedenen Orten unterschiedliche Lebkuchen-Varianten. Da die typischen Gewürze: Anis, Kardamom, Koriander, Muskat, Nelken und Pfeffer zu dieser Zeit vereinfachend als „Pfeffer“ bezeichnet wurden bezeichnete man die Endprodukte oft auch als Pfefferkuchen.

Die Herkunft des Begriffs „Lebkuchen“ ist nicht eindeutig geklärt. Eine Erklärung vermutet das lateinische Wort „libum“ für Fladen als Ursprung. Eine andere sieht in dem germanischen Wort „Laib“ für Brotlaib die Wort -Herkunft. Lebkuchen galten in früheren Zeiten eher als Heil- denn als Nahrungsmittel. Außerdem waren sie lange haltbar, konnten gelagert werden und waren deshalb als Notration tauglich. Auf die Herkunft als Arznei weist auch der Name „ Magenbrot“ , der im südlichen Deutschland für Lebkuchengebäck Verwendung findet. Zunächst wurden Lebkuchen in Klöstern gebacken. Auch die Tradition, den Lebkuchenteig auf Oblaten zu backen, entstand wohl dort, weil diese in den Klöstern zur Verfügung standen (Hostien). Im weiteren Verlauf des Mittelalters bildeten sich Zünfte der Lebkuchenbäcker (Lebküchler oder Lebzelter)

Wurden in früheren Zeiten Lebkuchen das ganze Jahr über gegessen, so hat sich der Lebkuchen in unserer Zeit zu einem typisch weihnachtlichen Gebäck entwickelt. Seit der Gebrauch von Backpulver und die industrielle Fertigung von Backwaren üblich ist, gibt es Lebkuchen in den verschiedensten Varianten, die zum Teil weit von dem ursprünglichen Gebäck entfernt sind.

Einige Traditionen haben sich allerdings erhalten. So darf sich „Elisen- Lebkuchen“ nur ein Lebkuchen nennen, der mindestens 25% Mandeln oder Nüsse und nicht mehr als 10% Mehl  enthält.

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